iPhone oder nicht …?
Ich war am 11. Juli fest entschlossen mir ein iPhone zu kaufen. Aber als ich im T-Punkt war, waren die Geräte bereits ausverkauft. Ich beschloss also mein Umfeld zu beobachten, wie sich das neue iPhone macht.
In der zwischen Zeit haben zwei Kollegen das neue Gerät. Die Bedienung ist immer noch unschlagbar. Aber es gibt auch deutliche schwächen des Gerätes.
Es kann immer nur eine Applikation zur Zeit betrieben werden. Telefonieren über ein Bluetooth und gleichzeigtes surfen im Internet wird unterbunden. Grund hierfür soll die schwache CPU des Gerätes sein. Auch das Surfen im Internet ist mit dem Gerät nicht wirklich spürbar schneller geworden. Dies ist auch verständlich, da das Laden von Seiten nicht nur durch die Anbindung des Endgerätes an das Internet bestimmt wird. Wenn der Server auf der anderen Seite oder die Luftschnittstelle, bedingt durch Abschattungen, die Bandbreite nicht zur Verfügung stellen kann, dann nützt mir UMTS auch nichts. Das iPhone 1 und das G3 machen hier im normalen Betrieb wirklich nicht viel unterschied sichtbar (bei den Anwendungen, die ich hauptsächlich genutzt habe). Beim Streaming von Bild und Ton mag dies anders aussehen, aber bei einer Akku-Laufzeit von drei bis fünf Stunden im Dauerbetrieb sollte man sich solche Dienste verkneifen.
Die Navigation kann als Autofahrer eigentlich nicht genutzt werden. Als Fußgänger soll es ausreichen. Aber damit ist eine meiner Hauptkaufgründe nicht mehr gegeben.
Welche Alternativen gibt es? Ich war mal ziehmlich angetan vom Nokia E90 und vom HTC Kaiser. Das Nokia ist von den Möglichkeiten immer noch ein prima Gerät, aber soll man Nokia auf Grund der Werksschließung in Bochum noch kaufen? Es ist der Tatsache ins Gesicht zu sehen, globale Märkte funktionieren so und nicht anders. Firmen siedeln sich dort an, wo die Produktionskosten am günstigesten sind und gehen wieder, wenn es wirtschaftliche Alternativen gibt. Und Deutschland ist kein Land in dem am Fließband kostengünstig produziert werden kann. In Deutschland müssen hochwertige Produkte entwickelt werden, um den Wohlstand nachhaltig zu erhalten. Natürlich müssen in Deutschland auch niedriglohn Arbeitsplätze vorhanden sein, die Frage die sich stellt ist jedoch, wie diese bereitgestellt werden müssen. Muß die Politik hier mit Subvensionen arbeiten, um diese Stellen zu schaffen, s. Bochum und die Fertigungsstelle von Nokia. Fragen über Fragen, wobei ich aber nun wieder am Anfag der Frage bin. Nokia E90. Das Gerät ist deutlich größer als ein iPhone. Die Verarbeitung ist auf hohem Nivaue. Die Akkulaufzeit ist ausreichend. Die eingebaute Tastatur ist perfekt um auch eMails zu schreiben. Auf dem Markt gibt es unendlich viel sinnvolle Software. Da auch dieses Gerät ein GPS-Empfänger hat, kann eine Navigations-Software installiert werden. Der Preis des Gerätes mit knapp 500 € ist angemessen.
Der HTC Kaiser ist von der Große vergleichbar zum iPhone nur etwas dicker. Die Verarbeitung steht aber deutlich hinter dem iPhone und dem E90 zurück. Ich frage mich, wie lange der Mechanismus für Klapptastatur wohl halten wird. Die Akku-Laufzeit ist ausreichend. Das Tippen von eMails auf der deutlich kleineren Tastatur gegenüber dem E90 ist ansträngender. Das Betriebssystem ist WindowsMobile 6.0. Somit ist sichergestellt, dass es auseichend Software für das Gerät gibt. Unter anderem gibt es als Navigatons-Software den TomTom (ebenso wie für das Nokia E90). Der Preis des Gerätes liegt bei ebenfalls 500 €. Für die gebotene Verarbeitung finde ich den Preis aber für etwas zu hoch.
Aber eins haben die beiden Geräte Nokia E90 und HTC Kaiser nicht. Den Aha-Effekt, wenn das Gerät genutzt wird. Die extrem gute Bedinbarkeit und den immernoch sehr großen Kultfaktor. Ich überlege also weiter und wenn ich ehrlich zu mir bin, ich habe jetzt kein Handy und warum brauche ich jetzt unbedingt eins? Ich warte also weiter und bin gespannt auf meine Entscheidung …




