Fördeschiffe in Kiel – Anleger verfallen

Am 04. August wurder in den Kieler Nachrichten mal wieder über den Zustand der Anleger der Fördeschiffe geschrieben. Leider nicht positiv. Mal wieder fehlt das Geld für die Instandsetzung der Anleger, so dass wahrscheinlich vier Anleger geschlossen werden müssen. Insbesondere auf dem Ostufer ist das Sterben der Anleger weit fortgeschritten. Gab es früher noch die Anleger Dietrichtsdorf, Mönkeberg, Kitzeberg, Heikendorf, Mötenort und Laboe sind davon derzeit nur noch Mönkeber, Möltenort und Laboe überig geblieben. Nun steht auch Mönkeberg vor dem aus. Die Stadt Kiel und das Amt Schrevenborn streiten sich um das Geld. Das das Geld in den Gemeinden knapp ist, ist bekannt. Aber die Anleger sind für die Touristenregion wichtig und müssen aus diesem Grund erhalten bleiben. Zugegeben, Mönkeberg ist nun wirklich keine Touristenhochburg, aber die ansäßigen Geschäfte machen gern Werbung mit dem Tourismus. Aus diesem Grund darf auch der Edika-Markt fast im ganzen Jahr am Sonntag sein Geschäft öffnen.

Ich wage mal eine düstere Prognosse für die Zukunft der Fördeschiffe auf der Kieler Förde: in zehn Jahren wird der Betrieb auf Grund der fehlenden Anlieger, Atraktivität und Wirtschaftlichkeit komplett eingestellt. Die Fördeschiffen fahren ja schon in den Wintermonaten nicht mehr und man hat sich daran gewöhnt. Auch an die rumpeligen Anlegeversuche zum Start der Sesson im Frühjahr. Somit wird man sich auch daran gewöhnen, dass es keine Schiffe mehr gibt. Und wahrscheinlich wird es dann positiv herausgestellt, dass der Verkauf der Schiff einen wirtschaftlichen Aspekt für die Reederei ergeben hat.

Ich hoffe, dass ich nicht recht behalte und die derzeitigen Anleger erhalten bleiben. Und ein Wunsch habe ich auch noch: die Reederei möge sich einmal die Schiffe der Hadag anschauen, die mit nur einem Kapitän gefahren werden. Zugegeben, dass hässliche Schiff auf der Schwentine-Linie ist schon ein Anfang.

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